HANA on POWER

HANA on POWER

Für alle Interessenten, Kunden, Anwender, Berater und Hersteller die im SAP HANA on IBM POWER Umfeld aktiv sind. Beiträge erscheinen in deutscher und englischer Sprache. Sponsoren sind die Anwendergruppen der GSE und der COMMON.

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New IBM Redpaper for HANA on POWER

TechnologiePosted by Peter Althapp Mon, October 30, 2017 16:45:06
This guide describes how to implement an SAP HANA on IBM Power Systems solution from end to end and includes HA and DR guidelines by using theoretical knowledge, field experience, and sample scenarios.

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POWER Vorteile vs Intel

TechnologiePosted by Jens Gleichmann Sun, November 01, 2015 13:28:16
1) hohe Erreichbarkeit / niedrige Fehleranfälligkeit (RAS)
2) Capacity on Demand (turn on/off capacity)
3) bestehende Power 7+ / 8 Hardware kann verwendet werden
4) PowerVM Virtualisierung out of the box

Neben der bereits beschriebenen höheren Performance pro Core sprechen noch andere Aspekte für einen Einsatz der POWER Architektur im HANA Umfeld.
Durch verschiedene RAS (Reliability, Availability und Serviceability) Features steigt die uptime der Komponenten drastisch gegenüber Intel.
In dem hier (*) beschriebenen technischen Whitepapers (en) sind die verschiedenen Methoden zur Steigerung der Erreichbarkeit innerhalb der Power 7+/8 Architektur im Detail dargestellt.

Hier einige Key Facts der RAS Vorteile:
- Enterprise Memory mit Chipkill / Advanced ECC memory (**)
- Vermeidung von Soft Errors: eDRAM für L4 Cache
- Prozessor: L2 Cache Column Repair
- Active Memory Mirroring für den Hypervisor
- redundante Hardware (Stromversorgung, Lüfter, Service Prozessor, Clocking)
- ECC (= Error Correction Code)

(1) = Capability built in but not supported (3) = CoD supported on Enterprise Servers (not on 1 & 2 socket systems)
(2) = Chipkill on Systems with DRAM sparing (4) = Performance degradation and only x4 DRAM (Quelle: IBM)

ECC (= Error Correction Code) (Quelle: IBM)


Laut "ITIC 2014 - 2015 Global Server Hardware, Server OS Reliability Report" (**) ist die Server Hardware von IBM 6 Jahre in Folge der Hersteller mit den niedrigsten Ausfallzeiten.
Was nützt einem die günstigste und performateste Hardware, wenn sie anfällig ist und die SLA's bzgl. Verfügbarkeit nicht eingehalten werden können?

58% der IBM POWER Server erzielten 99,999% Erreichbarkeit im Jahr, was 5,26 Minuten entspricht. Dies wären somit 5,26min ungeplanter Downtime pro Server im Jahr oder 44sec im Monat.
Interessant ist ebenso, dass die Downtime in der Range von 41min - 4h lediglich 5% betrug und über diesen Zeitraum nur 1%. Im Vergleich hierzu: DELL (24%) , HP (14%), Cisco (11%), Fujitsu PQ (15%)

99,999% = 5,26 Minuten
99,99% = 52,56 Minuten
99,9% = 8,76 Stunden



Capacity on Demand
CoD beschreibt das kostenpflichtige Freischalten von zusätzlichen Systemressourcen. Man beschafft sich also Hardware mit zum Beispiel voll ausgestatten Ressourcen (Hauptspeicher/CPU) welche man zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht benötigt. Man aktiviert nur den Anteil, den man für die aktuelle Last der Systeme benötigt. Falls dies in einigen Monaten nicht mehr ausreicht, könnte man diese zeitweise oder dauerhaft hinzuschalten.
Hier gibt es die Unterteilung zwischen permantent und temporär:

1) Permantent ist, wie der Name sagt, die dauerhafte Freischaltung von bestimmten Ressourcen welche für die Maschine noch nicht aktiv freigeschalten worden sind.

2) Temporär unterteilt sich in elastic, utility und trial
a) elastic bedeutet eine Freischaltung von Prozessor & Memory auf tagesbasis
b) utility bedeutet die Freischaltung von Prozessorressourcen auf
minutenbasis um evtl. Peaks zu bestimmten Zeiten zu bewältigen
c) trial kann dazu verwendet werden um testweise Ressourcen zuzuordnen



Infos:

(*) RAS:
http://public.dhe.ibm.com/common/ssi/ecm/po/en/pow03133usen/POW03133USEN.PDF

(**) Chipkill oder Advanced ECC memory ist eine IBM xSeries Speicher Subsytem Technologie die Speicher Ausfallsicherheit um einiges erhöht.
Ein Test mit Standard ECC memory Modulen über 3 Jahre Workload ( BMRS simulation 720 power-on hours) über 36 Monate mit 8x128MB DIMMs mit 4 x 64MB DRAMs ergab eine Verfügbarkeit von 91%.
Mit Chipkill Speicher wurde eine Verfügbarkeit von 99,94% erzielt.

IBM vs. Intel:
http://www.beatriceco.com/pdf/Power8_vs_Lintel_111214_cust.pptx

(***)IBM Reliability:
http://itic-corp.com/blog/2014/04/itic-2014-reliability-survey-ibm-servers-most-reliable-for-sixth-straight-year-cisco-ucs-comes-on-strong-hp-reliability-rebounds/
http://www.ibmsystemsmag.com/power/businessstrategy/competitiveadvantage/itic-reliability-survey/
http://www.lenovo.com/images/products/system-x/pdfs/analyst-reports/XSL03126USEN.PDF


Jens Gleichmann
Technical Lead Consultant
Q-Partners Consulting und Management GmbH
(www.qpcm.de / jens.gleichmann(at)qpcm.de


Aktualisierung White Paper auf IBM Techdocs

TechnologiePosted by Peter Althapp Mon, October 26, 2015 14:04:02
IBM hat die Dokumente zur besseren Planung von SAP HANA auf IBM Power Server und Storage zum 1. Oktober aktualisiert.

SAP HANA on IBM Power Systems and IBM System Storage - Guides
http://www-03.ibm.com/support/techdocs/atsmastr.nsf/WebIndex/WP102502



Performancevergleich POWER vs. INTEL

TechnologiePosted by Jens Gleichmann Sat, September 19, 2015 13:44:39
SAP besitzt aktuell lediglich einen Benchmark für HANA Systeme mit der Bezeichnung BW-EML. Der Test besteht aus multi user reporting und Deltaladeprozeduren (weitere Infos hier). Im Mai 2015 lieferte hierbei Dell mit dem R930 eindrucksvolle 172.450 Ad-hoc Navigationsschritte/Stunde.
Der vorgehende IvyBridge basierende Benchmark von 137.010 Ad-hoc Navigationsschritte/Stunde mit dem Dell R920 wurde somit um 26% überboten!
Allerdings muss man dabei berücksichtigen, dass das System 20% mehr Cores (60:72), sowie 50% mehr Hauptspeicher (1024GB:1536GB) besitzt.
Im Juni 2015 lieferte IBM den ersten Benchmark mit 192.750 Ad-hoc Navigationsschritte/Stunde via p870.

Das sind erstaunliche 12% mehr Leistung
bei 45% weniger Cores und 33% weniger Hauptspeicher! Das Resultat: pro Core mehr als das doppelte an Performance!


Durch die unterschiedlichen Threading Technologien (SMT = Simultaneous Multithreading / HT = Hyperthreading) ergibt sich ein enormer Unterschied in der Anzahl an Threads. Bei IBM mit 40 cores und SMT=8 ergeben sich 320 Threads bei einer Taktung von 4,2 GHz. Im Gegenzug bei dem stärksten Intel Xeon Prozessor E7-8890 v3 (Haswell) mit 72 Cores und HT=2, lediglich 144 Threads bei Taktung von 2,5GHz.


Wenn man sich nun den CPU Caches (L1/L2/L3) widmet, dann erkennt man auch hier einen enormen Unterschied. Der L3 Cache bei Haswell wird pro Prozessor geshared!
Das bedeutet bei angegebenen 45MB L3 Cache pro Prozessor (4), und um vergleichbar zur IBM Angabe zu sein (pro Core), ergibt sich
folgendes Bild:
45MB*4/72=2,5MB
Ein weiterer Aspekt bei den CPU Caches wäre der L4 Cache (p870:128MB), den es bei Haswell-EX Systemen nicht gibt.



Wir sind gespannt auf weitere Benchmarks der IBM für eine Scale out Umgebung (mehrere Server Knoten im Verbund) - wie genau die Performance der Nodes skaliert.

weitere Informationen:
Benchmark BWL-EML
Bechnmarkergebnisse BWL-EML
The Impact of Intel’s Haswell Architecture on SAP’s HANA - von Hasso Plattner


Jens Gleichmann
Technical Lead Consultant
Q-Partners Consulting und Management GmbH
(www.qpcm.de / info(at)qpcm.de)




Intel in der Defensive: neue Heimat für Tux

TechnologiePosted by Peter M. Färbinger Thu, September 10, 2015 14:08:31

Lange musste die SAP-Community warten. Jetzt gibt es eine Alternative zum wenig geliebten Intel-Xeon-Prozessor. Die Kombination IBM Power und Suse Linux verspricht eine echte Sensation zu werden.

Das Bessere ist der Feind des Guten. Der Intel-Prozessor ist ein sehr guter, universeller Rechenknecht. Der IBM-Prozessor Power wurde für Big-Data-Anwendungen optimiert. Und der Vergleich macht sicher: Für SAP Hana ist IBM Power die bessere Plattform. Sowohl bei der Bandbreite des Speicherzugriffs (siehe Grafik) als auch bei der relativen Leistung hinsichtlich der Anzahl der Rechnerkerne. Power schafft mit weniger Kernen mehr Leistung.

Die Überlegenheit von Power mussten Ex-Technikvorstand Vishal Sikka und Professor Hasso Plattner schon vor zwei Jahren feststellen. Am HPI (Hasso-Plattner-Institut) wurde im Verborgenen getestet. Das Ergebnis machte Intel-Freund SAP nicht glücklich. Power ist besser und so stand die Frage im Raum: Haben das HPI und SAP auf das falsche Pferd gesetzt? Kaum war Sikka abgetreten, verkündete sein Nachfolger Bernd Leukert auf der Sapphire 2014 die baldige Verfügbarkeit von Power, Suse Linux und Hana. Im vergangenen Herbst gab es erste Prototypen und nun die allgemeine Verfügbarkeit für Power, Linux und Hana als Plattform für BW. Wann mit einer SAP-Freigabe für SoH (Suite on Hana) und S/4 zu rechnen ist, werden alleine politische Entscheidungen und harte Verhandlungen zwischen IBM und SAP entscheiden. Technisch wäre ein SoH-System auf Power, Linux und Hana schon jetzt möglich.

HoP (Hana on Power) hat zwei Geburtshelfer: die SAP-Community, die neben dem Intel-Allzweckprozessor auch noch einen erprobten Rechenzentrumsprozessor für stabiles In-memory Computing verlangte; und Suse Linux, die ihre Betriebssystemversion für Hana neben einer Xeon-Version nun auch in einer Po­wer-Version anbietet. „Suse Linux Enterprise Server ist die führende Linux-Distribution für SAP-Lösungen auf Linux und das erste Betriebssystem, das SAP Hana auf IBM-Power-Systemen unterstützt“, sagt Nils Brauckmann, President und General Manager von Suse. „Wir bei Suse wollen als langjähriger IBM- und SAP-Partner mit unseren zuverlässigen, skalierbaren und sicheren Linux-Lösungen die Hardware und Anwendungen unterstützen, die Unternehmen brauchen, um im Tagesgeschäft erfolgreich agieren zu können. Suse Linux Enterprise Server for SAP Applications ist eine wichtige Ergänzung der IBM Power Systems Solution Editions für SAP Hana, um unseren Kunden eine erstklassige Performance und Hochverfügbarkeit zu vernünftigen Preisen bereitstellen zu können.“ Vicente Moranta, Director und Business Line Executive, SAP on IBM Power Systems bei IBM, fügt hinzu: „Kunden, die die geschäftlichen Vorteile von In-memory-Datenbanken wie SAP Hana nutzen, können nun von einem schnelleren Durchsatz, einer höheren Bandbreite und der Zuverlässigkeit der IBM Power8 profitieren.“

Suse Linux Enterprise Server 11 Service Pack 4 for SAP Applications ist die Plattform für IBM Power Systems mit SAP Hana. Sie basiert auf Suse Linux Enterprise und Suse Linux High Availability Extension. Joerg Latza, Head of SAP Hana Platform Product Management: „Fachanwender können mithilfe der Next-Generation-Applikations- und Analyseplattform Hana riesige Datenmengen verwalten und in Echtzeit wichtige Information aus ihnen ziehen. Power Systems Solution Editions für SAP Hana bietet unseren Kunden im Zusammenspiel mit Suse Linux Enterprise Server nun viele wertvolle Zusatzfunktionen.“

Peter M. Färbinger, Chefredakteur E-3 Magazin (http://www.e-3.de/)

Quelle: E-3 Magazin September 2015, Seite 105



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